28. Nov. 2008
Bericht vor der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Suhl durch Jonas Weller:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, verehrte Stadträte, liebe Kameradinnen und Kameraden,
zuerst möchte ich mich bedanken, dass ich heute die Gelegenheit bekomme, Ihnen und euch die Arbeit des Wettkampfteams der Feuerwehr Suhl vorzustellen.
Das Wettkampfteam existiert mit wechselnder Besetzung seit 2004. In diesem Jahr gehörten vier Kameraden der FF Goldlauter (Jannis Schalling, Felix Schmitt, Matti Wulff und ich), drei der FF Oberland (Christian Berbig, Karl Leipold und Christoph Stark), zwei der FF Mitte (André Herwig und Uwe Höhn) sowie erstmals mit Marcel Dorn ein Kamerad der FF Linsenhof zum Team.
Das Wettkampfjahr 2008 war bisher das ereignisreichste und spektakulärste für uns, da im Juli die aller vier Jahre stattfindende Deutsche Meisterschaft des Deutschen Feuerwehrverbandes anstand.
Doch das Jahr begann schon ereignisreich. So wurde uns im Januar das sogenannte Kriechrohr vom ThFV zur Verfügung gestellt. Dieses konnten wir mit Hilfe einer Materialspende von Holz-Wagner im Mai gemeinsam mit der Presse einweihen. Das war der Auftakt einer guten Berichterstattung durch die Lokalpresse über das Team in diesem Jahr.
Ende Mai nahmen wir am Deutschlandpokallauf im traditionellen internationalen Bewerb des DFV in Frankfurt/Main teil. Dafür stellte uns die Stadt ein Fahrzeug zur Verfügung. Kosten für Übernachtung und Verpflegung fielen nicht an. Die Startgebühr zahlte der Verein der Feuerwehren der Stadt Suhl.
Die Mannschaft erreichte ihre bisherige Bestleistung und erfüllte damit erneut die Norm für das Bundesleistungsabzeichen des DVF in Bronze. Dieses konnte den Kameraden Karl Leipold von Oberland, sowie Jannis Schalling, Felix Schmitt und Matti Wulff von Goldlauter verliehen werden. Die übrigen Kameraden haben das bronzene bereits 2004 und 2005 das silberne erworben.
Vom 23. bis 27. Juli fand die Deutsche Meisterschaft in Böblingen statt. Im Vorfeld erfüllte uns die Stadt einen großen Wunsch. Das Team wurde mit den offiziellen Wettkampfanzügen des DFV, Polo-Shirts und Wettkampfschuhen ausgestattet. Diese konnten am Tag vor der Abfahrt im Beisein der Presse vom OB an uns übergeben werden. Bei dieser Gelegenheit konnte sich der OB auch ein Bild vom Trainingsstand des Teams machen.
Mit uns nahm zum ersten Mal seit der Wende ein Team der Feuerwehr Suhl an einer nationalen Meisterschaft teil. Die Kosten für die Übernachtung in einer Schule, die Verpflegung und die Startgebühren übernahm die Stadt.
Beim Wertungslauf der DM unterlief uns dann leider ein schwerwiegender Patzer, so dass wir nur im hinteren Mittelfeld platziert wurden und eine Bronzemedaille erringen konnten. Dazu muss erläutert werden, dass die Mannschaften, die sich für die Feuerwehrolympiade qualifizieren, eine Goldmedaille bekommen und die übrigen Mannschaften je zur Hälfte Silber und Bronze erhalten.
Unterstützt wurden wir beim Wertungslauf von unserem Fanclub, bestehend aus Angehörigen und Freundinnen, dem ehemaligen Stadtbrandinspektor und Teammitglied Heinz Wetzl und dem Stadtratsmitglied Holger Auerswald, dem unser besonderer Dank gilt.
Die Teammitglieder Christian Berbig, Marcel Dorn, Jannis Schalling, Matti Wulff und ich, nahmen auch wieder am sportlichen Einzelwettkampf „Toughest Firefighter Alive“, zu deutsch „fittester Feuerwehrmann“ in Mönchengladbach teil. Die Startgebühren hierfür wurden zum Teil vom „Verein der Freunde und Förderer der Freiwilligen Feuerwehr Goldlauter Heidersbach e.V.“ übernommen. Die Feuerwehr Suhl stellte uns ein Fahrzeug zur Verfügung, die Kosten für Übernachtung und Verpflegung haben wir selbst getragen.
Bei diesem Wettkampf treten Feuerwehrleute aus ganz Deutschland und Europa in vier harten Disziplinen gegeneinander an und gehen dabei bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit oder sogar darüber hinaus. In diesem Jahr haben wir erstmal intern einen eigenen Wanderpokal für den besten Suhler Teilnehmer vergeben. Dieser ging an Matti Wulff aus Goldlauter, der mit einer Gesamtzeit von 10:02 min nur eine Sekunde vor Marcel Dorn von Linsenhof durchs Ziel kam. Diese Zeit übertraf auch die Suhler Bestzeiten aus den Vorjahren. Im nächsten Jahr wollen wir zum ersten Mal die 10-Minuten Marke unterschreiten.
Damit sind wir auch schon beim Ausblick auf das Wettkampfjahr 2009. Da im nächsten Jahr keine Qualifizierungswettkämpfe wie 2007 und 2008 stattfinden, wollen wir uns wieder auf das Bundesleistungsabzeichen konzentrieren. So werden wir im Frühjahr für das BLA in Silber antreten, damit unsere neueren Kameraden die Startberechtigung für das BLA Gold erhalten. Für das BLA Gold sind wir bereits 2006 zweimal angetreten, welches wir aber jeweils um wenige Sekunden verpassten.
Für das BLA Silber gelten dieselben Bedingungen wie für Bronze, also Löschangriff und Staffellauf in höchstens 3 min incl. Fehlerpunkte, nur dass die Funktionen im Team ausgelost werden. Für Gold muss die ausgeloste Mannschaft Löschangriff und Staffellauf in 2:10 min. absolvieren.
Liebe Kameradinnen und Kameraden, wir sind nach wie vor auf der Suche nach weiteren Team-Mitgliedern. Wir sind sehr eng besetzt und wenn ein Kamerad ausfällt, können wir nicht mehr starten. Wer Interesse hat, kann sich jederzeit an uns wenden. Wir sind offen für die Mitglieder aller Wehren.
Vielen Dank für Ihre und Eure Aufmerksamkeit.